„In mir eine ganze Welt!“
Die Werke von Frauke Kohlmorgen sind Ausdruck des
Innersten, aus Gefühl gestaltet folgen sie einem intuitiven Konzept.
Sie arbeitet mit Sand, einem Symbol für Transformation, Millionen Jahre alt. Aus ihm formt sie Welten, die aus ihrem Inneren entstehen: fragile, vielschichtige Universen aus Erinnerung und
Vergänglichkeit.
Ein Sandkorn ist winzig - und doch ein Splitter von Bergen, Zeit und Geschichte. Er ist das Endprodukt von Millionen Jahren Erosion. Ein Stoff, der Geschichte speichert, Kunst trägt, Zeit misst und doch mit einem Windstoß vergeht. Genau das macht ihn so faszinierend.
Kunstwerke mit Sand gibt es schon seit Jahrhunderten, vielleicht sogar seit Jahrtausenden - in rituellen, spirituellen und später künstlerischen Kontexten:
Tibetische Mandalas (spirituell, vergänglich, ab 8. Jh.), Navajo-Sandbilder (rituell, heilend, ab 16. Jh.), Sandskulpturen (Volkskunst, ab 19. Jh.) oder Land Art (Konzeptkunst mit Natur, ab 1960er).
Vita