Werke

Im Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz erinnern die Arbeiten an Luftaufnahmen ferner Landschaften und zugleich wie extreme Makroansichten. Der Blick kippt, vom Panorama ins Detail, vom Außen ins Innere und umgekehrt.

Sie eröffnen imaginäre Territorien, in denen sich äußere Landschaft und innere Struktur überlagern, äußere Formen und innere Zustände miteinander verschmelzen. Das Werk wirkt als etwas Gewachsenes, Erodierendes und sich stetig Veränderndes, als würde sich die Materie auf der Leinwand weiterentwickeln. Bewegung, Veränderung und Vergänglichkeit...

 

Bei den großflächigen Leinwandarbeiten trägt Frauke Kohlmorgen mit bloßen Händen zuerst Acrylfarbe, verschiedene Sandarten verschiedener Körnung und Pigmente auf, um eindrucksvolle, dreidimensionale Strukturen zu schaffen. Der Sand verleiht der Oberfläche eine raue, greifbare Haptik, während die Acrylfarben und Pigmente die visuelle Dynamik und Tiefe der Werke verstärken, indem sie, je nach Lichteinfall und Perspektive, unterschiedlich wirken und reliefartige Landschaften mit tiefen Rissen, Erhebungen und ausgebrochenen Fragmenten formen.

 

Obwohl das Bild keine konkrete Szenerie abbildet, entstehen Assoziationen geologischer Formationen, organischer Unvollkommenheit, die an natürliche Erosionsprozesse, zerfallene Mauern oder tektonische Brüche wüstenhaften Ebenen oder Luftaufnahmen von fernen Landschaften erinnern. Es ist ein Spiel zwischen Materie und Vorstellungskraft – roh, organisch und geheimnisvoll.

Texturen und Tiefen mit den Augen zu ertasten.  Ein Gefühl von Bewegung und Wandel – als würde sich die Materie auf der Leinwand weiterentwickeln. Bewegung, Veränderung und Vergänglichkeit...